Redaktionshandbuch
Redaktioneller Workflow für die Buchreihe Stadt.Geschichte.Basel
Redaktioneller Workflow: Stadt.Geschichte.Basel
Der Workflow gliedert sich in die Bereiche Manuskripterstellung, Bild- und Grafikredaktion sowie die finalen Produktionsphasen. Ziel ist die Erstellung von neun Bänden im Format 180 × 245 mm sowie eines zehnten Bandes, jeweils als Buch und barrierefreies PDF für eine breite, historisch interessierte Öffentlichkeit.
Manuskripterstellung und Textvorgaben
Textstruktur und Umfang
- Bandstruktur: Pro Band rund 650’000 Zeichen und ca. 120 Abbildungen.
- Kapitelstruktur: Dreistufige Gliederung (Titel 1, Titel 2, Titel 3); nur Titel 1 und Titel 2 erscheinen im Inhaltsverzeichnis. Pro Band sind maximal etwa zehn Hauptkapitel (Titel 1) vorgesehen.
- Vorwort/Einleitung: Türöffner mit Zeitrahmen und Bezug zu Nachbarbänden, ca. 5–7 Seiten (13’000–19’000 Zeichen).
- Paratexte:
- Exemplifizierung: Kurzformat zur Vertiefung eines Aspekts, max. eine halbe Seite (bis ca. 2’200 Zeichen).
- Exkurs: Längerer Einschub (2–4 Seiten, ca. 3’500–8’500 Zeichen), ggf. mit eigener Autorschaft, in der Regel mit Abbildung.
Endnoten und Zitation
- Endnoten: Sparsam einsetzen, primär für Literatur- und Quellenverweise; keine Auslagerung von Argumenten.
- Zählung: Beginnt für jedes Kapitel (Titel 1) neu mit 1; Exkurse werden in die Endnotenzählung des jeweiligen Kapitels integriert.
- Zitierweise: Zitierstil nach infoclio.ch (Kurzbelege, Deutsch – Schweiz) in einem projektspezifischen Stil.
- Literaturverwaltung: Verbindlich über eine gemeinsame Zotero-Gruppenbibliothek mit Band- und Kapitelkollektionen.
Formale Richtlinien
- Formatierung: Inhaltsorientierte Struktur, linksbündiger Flattersatz; keine manuelle Gestaltung (Tabstopps, feste Silbentrennungen, Einzüge, willkürliche Fettungen). Das Bandmanuskript wird nach Möglichkeit als Gesamtdokument eingereicht.
- Rechtschreibung: Neue deutsche Rechtschreibung mit Schweizer ss-Schreibung (kein ß).
- Gender-Regel: Gendergerechte Sprache; bevorzugt Paarformen (z. B. Baslerinnen und Basler) oder Doppelpunkt (Basler:innen). Schrägstrich, Binnen-I, Sternchen oder Unterstrich werden nicht verwendet.
- Anführungszeichen:
- Zitate: doppelte, spitze Guillemets «…».
- Hervorhebungen/uneigentliche Begriffe: einfache, spitze Guillemets ‹…›.
Bild- und Grafikredaktion
Pro Band sind rund 120 visuelle Elemente (Abbildungen, Karten, Grafiken) vorgesehen. Die visuelle Gestaltung wird zentral durch die SGB-Bildredaktion in Zusammenarbeit mit Bandteams, Projektleitung, Verlag (CMV) und Grafik koordiniert.
Prozess und Einreichung
- Vorbereitung im Bandteam
- Autor:innen erhalten eine standardisierte Excel-Tabelle, ein Muster für ein Bildredaktions-Übersichtsdokument sowie eine Liste zentral vergebener Abbildungsnummern (z. B. ABB10039).
- Im Manuskript werden Platzierungswünsche durch interne Anweisungen in Doppelklammern markiert, z. B.
((ABB10039)).
- Einreichung mit dem Manuskript
- Abgabe von Manuskript, ausgefüllter Excel-Tabelle und Bildredaktions-Übersicht (mit Low-Res-Bildern und Legendenentwürfen).
- Vorlagen für Karten und Infografiken werden als Vektordateien oder einfache Tabellen (z. B. Excel) übermittelt.
- Koordination und Rechteklärung
- Die zentrale Bildredaktion stellt die verbindliche Bildauswahl sicher, veranlasst Rechteabklärungen und koordiniert mit Grafik und Verlag. Eigenständige Bildbestellungen durch Autor:innen sind nicht vorgesehen.
Abbildungselemente
- Abbildungsgrössen: Bild gross (ganzseitig), Bild mittel, Bild klein; randabfallende Platzierung ist möglich.
- Einstiegsbild: Jedes Kapitel (Titel 1) beginnt mit einem vollflächigen, eingefärbten Bild oder Bildausschnitt auf der rechten Seite; dasselbe Motiv kann im Kapitel nochmals kontextualisiert erscheinen.
- Legenden und Alternativtexte:
- Legende kurz: Basisangaben (Urheber:in, Titel, Datierung), bis ca. 100 Zeichen.
- Legende lang: Kontextualisierung, so formuliert, dass sie auch ohne Haupttext verständlich ist (optimal 200–600 Zeichen).
- Alternativtext: Für das barrierefreie PDF; wird nach der definitiven Platzierung im Layout formuliert.
- Infografiken/Karten: Erhalten einen eigenen Grafiktitel sowie differenzierte Legenden; Sonderformate wie Zeitstrahl oder Bildstrecke sind möglich.
Produktionsphasen und Schlusselemente
Produktionsphasen
| Phase | Hauptverantwortung | Zentrale Aufgaben |
|---|---|---|
| I. Lektorat | Bandteam/SGB | Fachliches und sprachliches Lektorat, Konsolidierung des Gesamtmanuskripts; Konkretisierung der Bildauswahl, Verfassen und Lektorieren prioritäter Bildlegenden. |
| II. Satz/Umbruch (Start) | CMV/Grafik | Satzbeginn, erstes Layout; Platzierung der prioritären Abbildungen (High-Res), übrige vorläufig mit Platzhaltern. |
| III. 1. Umbruch | Bandteam | Korrektur des Groblayouts, letzte Anpassungen von Bildauswahl, -grössen und -platzierungen im Rahmen der Layoutvorgaben. |
| IV. 2. Umbruch | Bandteam/SGB | Verfassen aller definitiven Bildlegenden und Alternativtexte; Bildauswahl und Platzierung gelten ab hier als fix. |
| V. 3. Umbruch | CMV/SGB | Schlusskorrektorat, formale Vereinheitlichung; Erstellung des Bildnachweises und der druckfertigen Fassungen (inkl. barrierefreies PDF). |
Anhänge und Schlusselemente
- Bibliographie: Gesamtbibliografie im Anhang, gegliedert in Quellen (ungedruckt/gedruckt) und Literatur; Reihen- und Zeitschriftentitel werden grundsätzlich ausgeschrieben.
- Register: Personen-, Orts- und Sachregister oder ein kombiniertes Register; bei Personen mit Lebensdaten. Die Auswahl erfolgt selektiv, nicht automatisch.
- Verzeichnis der Autor:innen: Kurzporträts (ca. 800–1000 Zeichen) mit Geburtsjahr am Bandende.
- Bildnachweis: Vollständige Copyright- und Quellenangaben für alle Abbildungen, Infografiken und Karten.
- Glossar: Nur für die Bände 1 und 2 vorgesehen, zur Erklärung zentraler Begriffe.
Dieses gekürzte Schema fasst die zentralen redaktionellen Abläufe und Zuständigkeiten zusammen und dient als Referenzrahmen für Bandteams, Bildredaktion und Verlag.